| Für das Leben, Arbeiten und Wirtschaften ist eine bedarfsgerecht
ausgebaute Infrastruktur wesentliche Voraussetzung.
Die wirtschaftliche Entwicklung Ostwürttembergs
ist eng verknüpft mit dem Ausbau der linienhaften Infrastruktur,
sei es der Gas-, Wasser-, Elektrizitätsversorgung
oder der Breitbandvernetzung, sei es durch Schiene und
Straße, aber auch über den Luftverkehr der Verkehrslandeplätze.
Besonders ist dies ablesbar an der Schaffung
von Arbeitsplätzen nach dem Ausbau der Autobahn A 7 und
der Erschließung regional bedeutsamer Gewerbegebiete in
den Mittel- und Unterzentren der Region. Angesichts enger
werdender finanzieller Spielräume sind dabei immer wieder
auch Kooperationen und Arbeitsteilung gefragt.
Bei allen Verbesserungen in den vergangenen Jahren und
Jahrzehnten muss sich Ostwürttemberg auch auf Veränderungen
und neue Anforderungen
in der Zukunft einstellen. Die
Bevölkerung ist mobiler geworden,
Wohnort und Arbeitsplatz
fallen räumlich auseinander,
Warenverkehre finden über
weite Strecken auf der Straße
und zeitpunktgenau statt, die hohe Exportorientierung der Wirtschaft und zunehmende Dienstleistungen im unternehmensnahen Bereich erfordern schnelles Reagieren und räumliche Mobilität.
Leitprojekte des Handlungsfeldes Infrastruktur und Regionalentwicklung:
- • Ausbau des Verkehrslandeplatzes Elchingen
- Europäische Vorschriften erfordern für den Bedarf der regionalen
Wirtschaft einen Ausbau des Verkehrslandeplatzes.
Hierfür sind die Bereitstellung von Landesmitteln und die
Erteilung der für die vorgesehene Ausbauvariante notwendigen
Ausnahmeerlaubnis wichtige Voraussetzungen. Die
materielle Beteiligung der Wirtschaft an diesem Projekt und
die Nutzung des Verkehrslandeplatzes durch sie sind zugesagt.
Dies ist auch ein deutliches Zeichen für den großen
Bedarf für einen Ausbau.
- • Ausbau der B29 und Gesamtplanung der
Verkehrsachse B466
- Die im Bundesverkehrswegeplan eingestuften Projekte sind
zügig umzusetzen durch Bereitstellung der erforderlichen
Mittel für den Ausbau und für die Planungen dort, wo sie für
die durchgängige Lösung der Verkehrssituation dringend erforderlich sind. Dies betrifft den zügigen weiteren Ausbau
der wichtigen Verbindungen auf der B 29 einschließlich der
Planungen für den Südzubringer zur A 7 und auf der B 466
von der Regionsgrenze im Westen bis zur Landesgrenze zu
Bayern.
- • Etablierung eines gemeinsamen Oberzentrums
- Um die Wettbewerbsfähigkeit und Außenwirkung der Region
zu stärken braucht Ostwürttemberg ein gemeinsames Oberzentrum.
Oberzentren sind Standorte mit einem Angebot an
hoch qualifizierten und spezialisierten Einrichtungen, Dienstleistungen
und Arbeitsplätzen zur Deckung des höheren
spezialisierten Bedarfs mit regionaler, aber auch überregionaler
Bedeutung. In Funktionsteilung soll dies durch die vier
bisherigen Mittelzentren geschehen. Dies bedeutet auch,
zukünftig die Ansiedlung neuer zentralörtlicher Einrichtungen
gemeinsam vorzubereiten und umzusetzen, um einen
negativen Wettbewerb und ein Abwerben öffentlicher
Einrichtungen und Aufgaben zu verhindern.
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