Zukunftsinitiative Ostwürttemberg 2015 - ZIO
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Infrastruktur und Regionalentwicklung

     
 

Für das Leben, Arbeiten und Wirtschaften ist eine bedarfsgerecht ausgebaute Infrastruktur wesentliche Voraussetzung. Die wirtschaftliche Entwicklung Ostwürttembergs ist eng verknüpft mit dem Ausbau der linienhaften Infrastruktur, sei es der Gas-, Wasser-, Elektrizitätsversorgung oder der Breitbandvernetzung, sei es durch Schiene und Straße, aber auch über den Luftverkehr der Verkehrslandeplätze. Besonders ist dies ablesbar an der Schaffung von Arbeitsplätzen nach dem Ausbau der Autobahn A 7 und der Erschließung regional bedeutsamer Gewerbegebiete in den Mittel- und Unterzentren der Region. Angesichts enger werdender finanzieller Spielräume sind dabei immer wieder auch Kooperationen und Arbeitsteilung gefragt.

Bei allen Verbesserungen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten muss sich Ostwürttemberg auch auf Veränderungen und neue Anforderungen in der Zukunft einstellen. Die Bevölkerung ist mobiler geworden, Wohnort und Arbeitsplatz fallen räumlich auseinander, Warenverkehre finden über weite Strecken auf der Straße und zeitpunktgenau statt, die hohe Exportorientierung der Wirtschaft und zunehmende Dienstleistungen im unternehmensnahen Bereich erfordern schnelles Reagieren und räumliche Mobilität.

Leitprojekte des Handlungsfeldes Infrastruktur und Regionalentwicklung:

• Ausbau des Verkehrslandeplatzes Elchingen
Europäische Vorschriften erfordern für den Bedarf der regionalen Wirtschaft einen Ausbau des Verkehrslandeplatzes. Hierfür sind die Bereitstellung von Landesmitteln und die Erteilung der für die vorgesehene Ausbauvariante notwendigen Ausnahmeerlaubnis wichtige Voraussetzungen. Die materielle Beteiligung der Wirtschaft an diesem Projekt und die Nutzung des Verkehrslandeplatzes durch sie sind zugesagt. Dies ist auch ein deutliches Zeichen für den großen Bedarf für einen Ausbau.
• Ausbau der B29 und Gesamtplanung der Verkehrsachse B466
Die im Bundesverkehrswegeplan eingestuften Projekte sind zügig umzusetzen durch Bereitstellung der erforderlichen Mittel für den Ausbau und für die Planungen dort, wo sie für die durchgängige Lösung der Verkehrssituation dringend erforderlich sind. Dies betrifft den zügigen weiteren Ausbau der wichtigen Verbindungen auf der B 29 einschließlich der Planungen für den Südzubringer zur A 7 und auf der B 466 von der Regionsgrenze im Westen bis zur Landesgrenze zu Bayern.
• Etablierung eines gemeinsamen Oberzentrums
Um die Wettbewerbsfähigkeit und Außenwirkung der Region zu stärken braucht Ostwürttemberg ein gemeinsames Oberzentrum. Oberzentren sind Standorte mit einem Angebot an hoch qualifizierten und spezialisierten Einrichtungen, Dienstleistungen und Arbeitsplätzen zur Deckung des höheren spezialisierten Bedarfs mit regionaler, aber auch überregionaler Bedeutung. In Funktionsteilung soll dies durch die vier bisherigen Mittelzentren geschehen. Dies bedeutet auch, zukünftig die Ansiedlung neuer zentralörtlicher Einrichtungen gemeinsam vorzubereiten und umzusetzen, um einen negativen Wettbewerb und ein Abwerben öffentlicher Einrichtungen und Aufgaben zu verhindern.