Zukunftsinitiative Ostwürttemberg 2015 - ZIO
SchirmherrVorgehensweiseHandlungsfelderBilderOrganisatorenmenu Impressum
emptyempty
empty     empty
  Innovation und Technologie    
  Wissen und Bildung    
  Arbeitsmarkt und Qualifizierung    
  Infrastruktur und Regionalentwicklung    
  Wirtschaftsförderung und Standortinitiativen empty  
  Infopool    
  Standortmarketing - Kommunikation    
       

Wirtschaftsförderung und Standortinitiativen

     
 

Die Entwicklung von wirtschaftlichen Kompetenzfeldern und der Ausbau von Clusterstrukturen wird bei zunehmender Standortkonkurrenz immer wichtiger und stellt einen nicht zu vernachlässigenden Standortvorteil dar. Unternehmen, immer mehr auch kleine und mittlere Unternehmen, müssen international agieren. Dies ist oft nur durch den Aufbau von Zulieferer- und Abnehmernetzwerken und die Zusammenarbeit entlang von Wertschöpfungsketten möglich. Der Dienstleistungssektor ist in den letzten Jahren zum Wachstumsmotor der Wirtschaft geworden. Entscheidende Impulse gehen dabei von unternehmensnahen Dienstleistungen und dem Megatrend Gesundheit aus. Allerdings ist der Dienstleistungssektor in Ostwürttemberg gemessen am Landesdurchschnitt deutlich unterentwickelt. Dies gilt es zu ändern.

In Ostwürttemberg herrscht eine enorme Gründerzuversicht: Die Chancen für eine erfolgreiche Gründung schätzt die Bevölkerung nirgendwo im Bundesgebiet höher ein. Die tatsächliche Gründungsintensität spiegelt diesen Optimismus jedoch nicht wider. Dieses Potenzial gilt es zu erschließen. Ostwürttemberg hat in den vergangenen Jahren wesentlich von EU-Strukturfonds profitieren können, die für den Zeitraum 2007–2013 fortgeschrieben werden. Auch hiervon muss die Region wiederum profitieren können. Wichtig hierbei ist die Förderung von Investitionen in Erweiterungen, Anlagevermögen und Verlagerungen sowie die Förderung von regionalen innovativen Clustern.

Leitprojekte des Handlungsfeldes Wirtschaftsförderung und Standortinitiativen:

• Aufnahme in Förderprogramme der EU, des Bundes und des Landes
Flächendeckende Sicherstellung der Strukturförderung der EU, aber auch des Bundes und des Landes für investive, Arbeitsplatz schaffende und -sichernde Maßnahmen der kleinen und mittleren Unternehmen sowie für innovative regionale Cluster. Einfluss auf die Ausgestaltung der EU-Förderperiode 2007–2013, insbesondere mit Blick auf die weitere Förderfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen.
• Regionale Wertschöpfungsketten nutzen und fördern
Herausarbeitung von produkt- oder branchenbezogenen Prozessen zur Stärkung von regionalen Verflechtungen. Schließung von Lücken und Ergänzung regionaler Wertschöpfungsketten zur Nutzung neuer Marktchancen. Voraussetzung hierfür ist die Etablierung von themen- bzw. clusterbezogenen Prozess-Managern.
• Stärkung unternehmensnaher Dienstleistungen
Als Zielgruppe mit Entwicklungspotenzial wurden vor allem Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten identifiziert. In dieser Zielgruppe ist nach einer qualifizierten Bedarfserhebung für Wissenstransfer und Vernetzung zu sorgen. Geeignete Instrumente sind eine internetbasierte Plattform, die Kommunikation von Best-Practice Beispielen und es sollte überlegt werden, ob Qualitätsstandards (Schaffung eines Dienstleistungssiegels) die Entstehung von neuen Dienstleistern und Zulieferern begünstigen.
• Ausbau und Stärkung der Ostalb als Tourismusdestination
Touristisch attraktive Regionen profitieren von der Gesamtschau ihrer Alleinstellungsmerkmale. Die Vernetzung ist auszubauen. Die Ostalb profiliert sich als eine attraktive Destination. Es laufen derzeit Planungen für Tourismusprojekte (z.B. Geopark, Weltkulturerbe Limes, Dachmarke Gesundheit, Ritterland, Vogelherdhöhle, Höhlenerlebniswelt oder Keltenforschung) mit einer Investitionssumme von mehreren Millionen Euro. Diese gilt es mit Nachdruck zu begleiten. Förderprogramme sind hierbei bestmöglich zu nutzen.